Pascal

Pascal

Autor | Fotograf | Spaßvogel

- Zoomobjektiv vs. Festbrennweite -

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Wieder eine dieser Fragen, die auf den ersten Blick keine zu sein scheint. Schließlich liegt es doch auf der Hand, dass man mit einem Zoomobjektiv flexibler ist, als mit einer Festbrennweite, also einem Objektiv, dass nur einen festen Bildausschnitt liefert. 

Doch so einfach ist es – wie so oft – nicht. Der Unterschied liegt mal wieder im Detail. Lasst mich damit beginnen, dass man mit einer Festbrennweite sehr wohl zoomen kann. Und zwar mit seinen Beinen. Oder mit dem Fahrrad, dem Auto oder dem Rollstuhl. Was jetzt erstmal lustig anmuten mag, ist tatsächlich ernst gemeint. Festbrennweiten erfreuen sich größter Beliebtheit, da ihre Einschränkung gleichzeitig die größtmögliche Freiheit mit sich bringt. Klingt komisch, ist aber so. 

Bilder mit der Festbrennweite

Auch ich habe einige meiner besten Bilder mit einer Festbrennweite gemacht. Unter anderem weil ich sie nur so entdecken konnte. Der Hintergrund ist der, dass man mit einem Zoomobjektiv immer geneigt ist, den perfekten Bildausschnitt zu wählen und so den Blick für die besonderen Motive verliert beziehungsweise gar nicht erst entwickelt. 

Neben dem mangelnden Zoom ist die Bildqualität ein weiterer, wenn nicht gar der größte Vorteil. Im Vergleich zu gleichwertigen Zoomobjektiven, also jenen, die in der gleichen Klasse spielen, bieten Festbrennweiten fast immer eine deutlich bessere Bildqualität und Schärfe. Das liegt vor allem an der »einfacheren« Bauform. Ohne Zoomfunktion kann nicht nur auf die ein oder andere Zwischenlinse verzichtet werden. Festbrennweiten erlauben es in der Entwicklung auf Kompromisse zu verzichten, da sich auf eine einzige Brennweite konzentriert werden kann. Es muss also nicht versucht werden, die Schärfe über den gesamten Zoombereich entsprechender Zoomobjektive zu legen. 

Kein Zoomobjektiv: Canon EF 85 mm f/1.4 IS USM

Ein einziger Punkt, an dem die Schärfe passen muss. Ein einziger Punkt, an dem die Bildqualität passen muss. Das macht es technisch deutlich einfacher, entsprechende Ergebnisse zu erreichen. 

Die Lichtstärke

Dazu kommt noch die höhere Lichtstärke der Festbrennweiten. Diese kommen mit Lichtstärken bis zu f / 1.0 und in Extremfällen sogar noch darunter. Bei Zoomobjektiven ist in der Regel – bis auf ganz wenige Ausnahmen – bei einer Lichtstärke von f / 2.8 Schluss. Die hohe Lichtstärke hilft uns dabei nicht nur, bei schwierigeren Lichtverhältnissen mit geringeren Iso-Werten zu fotografieren oder ausreichend lange zu belichten. 

Das Hauptmerkmal großer Blendenwerte (1.2, 1.4, 1.8) ist das wunderschöne Bokeh, das sie ermöglichen. Was bei der Landschaftsfotografie selten zum tragen kommt, ist das A und O schöner Porträtfotos: Ein möglichst weicher, unscharfer und damit ablenkungsfreier Hintergrund.

Als reiner Porträtfotograf würde ich eine Festbrennweite einem Zoomobjektiv definitiv vorziehen. Aber Achtung, wie immer gibt es auch hier Ausnahmen. In der Studiofotografie sieht es schon wieder ganz anders aus. Mit den in der Regel einfarbigen Fotografiehintergründen spielt das Thema des Bokehs eher eine untergeordnete Rolle.

Als Hundefotograf hingegen, hat ein gutes, lichtstarkes Zoomobjektiv durchaus seine Vorzüge. So schnell, wie die kleinen Racker umhertoben, kommen wir mit einer Festbrennweite kaum hinterher. 

Pascal

Pascal

Pascal schreibt und fotografiert für sein Leben gerne. Er ist das kreative Kind hinter diesem Blog und leiht Benji ab und an seine Stimme...

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