Pascal

Pascal

Autor | Fotograf | Spaßvogel

- Lieber eine gute Kamera oder ein gutes Objektiv? -

Oder gilt auch hier: Weder – noch? Wenn man den üblichen Weisheiten zum Thema: Kamera oder Objektiv glauben schenken darf, dann sollte man lieber in gute Objektive als in eine bessere Kamera investieren. Besser, als die, die man eh bereits hat. Eine andere Weisheit besagt, dass der Fotograf das Bild macht und nicht die Kamera.

Klar soweit? Klar soweit!… Leider wird dabei eines jedoch allzu gerne vergessen: Ohne Werkzeug kein Werk. Und je besser das Werkzeug… umso mehr Möglichkeiten hat der Handwerker. Sei es quantitativ oder qualitativ. Oder mit anderen Worten: Je besser mein Werkzeug, umso mehr Möglichkeiten habe ich auf der einen Seite und umso besser werden die Ergebnisse auf der anderen. Theoretisch.

Und dennoch muss es nicht die High-End Ausstattung sein, allerdings hat es auch seinen Grund, warum eine Anfängerkamera eben Anfängerkamera und ein Einsteigerobjektiv eben Einsteigerobjektiv heißt.

Nein, der Grund ist nicht das Gewicht. Die oben genannten Beispiele tragen ihren Namen nicht, weil sich der Benutzer erstmal an das Gewicht gewöhnen müsste. Auch wenn schon zur Wahrheit gehört, dass besseres Kameraequipment in der Regel mehr Gewicht mit sich bringt.

Einmal alles auf Anfang bitte

Fotografieanfänger stehen oftmals vor der Frage, wie sie ihr meist schmales Budget investieren sollen. Wenn wir Kameras mit fest verbautem Objektiv jetzt einmal außen vor lassen, stehen nämlich mindestens zwei Ausgaben an:

Die, für die Kamera und die, für das erste Objektiv. Natürlich gibt es auch Einsteigersets, die beides zusammen als Paket anbieten, doch eignen sich diese in der Regel nicht für Tier- (oder Sportfotografie), da sowohl die Kamera als auch das Objektiv zu langsam für Actionfotos sind. Nun müssen wir unsere verfügbaren Mittel also sinnvoll zwischen Kamera und Objektiv aufteilen. Sowohl Kameras (Spiegelreflex/Spiegellos) als auch Objektive gibt es von wenigen Hundert (Objektive sogar schon unter Hundert) bis hin zu vielen Tausend Euro.

Und es gibt bei beiden eine Vielzahl von Parametern, die unsere Entscheidung beeinflussen können – sowohl abhängig vom Budget, als auch abhängig davon, was wir hauptsächlich fotografieren wollen.

Bei der Kamera geht es hier um Stichworte wie die Auflösung, das Bildrauschen, die Schnelligkeit, den Bedienkomfort, den Sensor und so weiter. Beim Objektiv wären hier so Dinge wie die Blende, der Autofokus, der Bildstabilisator, die Vergütung, die Witterungsbeständigkeit (gilt auch für die Kamera) und noch einige mehr zu nennen. Alles Begriffe, denen wir uns in künftigen Blogposts mal zuwenden werden.

Uns soll an dieser Stelle erstmal interessieren, was eben seit jeher galt und immer noch gilt, nämlich dass ein gutes Objektiv wichtiger ist, als eine gute Kamera. Das liegt vor allem daran, dass in den meisten Situationen das Objektiv unsere kreativen Möglichkeiten bestimmt, und nicht die Kamera. Das wiederum liegt daran, dass ein höherwertiges Objektiv meistens ein schöneres Bokeh erzeugt als ein Einsteigerobjektiv, dass eine höhere Lichtstärke uns auch bei schlechteren Lichtverhältnissen noch arbeiten lässt und das wir mit höherer Lichtstärke (mit anderen Worten auch größerer Offenblende) eine bessere Freistellung unseres Motivs vom Bildhintergrund erlangen können.

Keine Regel ohne Ausnahme.

Warum soll dann die Kamera plötzlich wichtiger sein, als das Objektiv?

Vielleicht ist »wichtiger« das falsche Wort. Und sicher trifft das nicht auf alle Bereiche zu. Aus Hundefotografen Sicht, haben die neueren Kameramodelle aber einen entscheidenden Vorteil erfahren. Während früher die immer weiter steigenden Auflösungen (Megapixel) das Maß aller Dinge waren, finden hier kaum noch nennenswerte Verbesserungen statt. Die meisten Hersteller haben erkannt, dass hier ein Limit des sinnvoll Nutzbaren erreicht ist (Im Gegensatz zu TV-Herstellern, die ihren Kunden nach HD-Ready, Full-HD, und 4K, neuerdings sogar 8K Auflösungen aufschwatzen wollen, die im Heimbereich niemand wirklich braucht) und irgendwo müssen die ganzen Daten schließlich auch gespeichert werden.

Was sich in den letzten Jahren aber dramatisch verbessert hat, und da ist der entscheidende Vorteil neuerer Modelle, ist der Dynamikumfang. Aber dazu in einem weiteren Blogartikel mehr. .

Fazit

Kommen wir zu einem Fazit, dass keines sein kann. Zumindest nicht so, dass es einen eindeutigen Ratschlag geben könnte, wie es viele Seiten immer wieder behaupten. Tatsächlich kommt es doch auf eure individuelle Situation an, nicht wahr? Wie seid ihr ausgestattet? Was habt ihr vor? Wie sieht euer Budget aus?

Statt hier pauschal etwas rauszuhauen, was in den wenigsten Fällen zur Situation passen dürfte, möchte ich diesen Post lieber als Auftakt zu einer kleinen Technik Reihe nutzen, die über das Für und Wieder der verschiedenen Produkte erzählt. So könnt ihr euch am Ende selber ein Bild davon machen, was für euch passen könnte.

Pascal

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Pascal schreibt und fotografiert für sein Leben gerne. Er ist das kreative Kind hinter diesem Blog und leiht Benji ab und an seine Stimme...

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