Pascal

Pascal

Autor | Fotograf | Spaßvogel

- Holishooting – Ein NoGo? -

Holishooting. Von Zeit zu Zeit scheinen sich Fotoshootings unter Einsatz von Holifarben (oder Honigfarben wie die Autokorrektur vorschlägt) großer Beliebtheit zu erfreuen. Leider kann ich nicht beurteilen, ob es eine spezielle Saison dafür gibt, doch erinnert es mich jedes Mal wieder daran, dass ich einen Blogpost darüber verfassen wollte. Spoileralarm: Meine Meinung wird nicht jedem passen.

Zunächst einmal zur Einordnung: Ich verstehe den Reiz an einem solchen Shooting. Ich mag die bunten Farben, die feurigen Effekte genauso gerne, wie bereits viele Leute vor mir. Und ich will es auch gar nicht per se schlecht reden. Und eines mag ich ganz und gar nicht:

Den übergreifenden Alarmismus, den Politik und Medien in den letzten Jahren zunehmend an den Tag legen, um ihre Meinung als die einzig Richtige an den Mann zu bringen (Ja, ich schreibe explizit “an den Mann”, denn auch den allgemeinen Genderwahnsinn schreibe ich diesem reichlich unnötigen Alarmismus zu. Wir (st)reiten gefühlt auf einer Dauerwelle – von einem Shitstorm zum nächsten – als wäre das korrekte Gendern die größte Herausforderung unserer Zeit…)

Zurück zum Thema. Ich glaube, ich betrachte die Holi-Shootings einfach von einer anderen Seite:

Die Nase und das Holishooting

Diese Nase eines Hundes dürfte von der Sensorik und der Riechleistung her so gut wie unübertroffen sein. Mehr als das ist die Nase das wichtigste Sinnesorgan des Hundes. So funktioniert sie um einiges besser, als seine Augen, die im Gegensatz zu uns Menschen nur gewisse Farben wahrnehmen können (auch wenn ich immer noch unterstelle, dass wir Männer bloß 16 Farben kennen).

Maisstärke

Holifarben setzen häufig auf Maisstärke als Trägerstoff. Nun ist Mais, aus dem die Stärke gewonnen wird, ein Getreide. Getreide? Da war doch was, oder? Richtig. Aus unterschiedlichen Gründen (Überzüchtung der Rasse, Überzüchtung des Getreides – traurig, aber wahr, und mehr) stellt sich bei immer mehr Hunden eine Getreideallergie ein, die sich durch verschiedene Symptome bemerkbar macht: Vom nervigen Jucken im Ohr bis hin zu Ekzemen und schlimmer.

Und das ist auch schon der ganze Zauber. Aus diesem Grund biete ich keine Holi-shootings an. Ich bin weder Mediziner noch Gelehrter, doch möchte ich keinen Hund einem Risiko aussetzen, dessen Auswirkungen sein wichtigstes Werkzeug beinträchtigen können.

Fazit

Ich bin nicht per se gegen Holifarben. Ich würde auch nie jemandem seine Tradition (solange sie friedlich ist) streitig machen. Der Einsatz von Holifarben geht schließlich auf ein indisches Frühlingsfest zurück. Ich denke allerdings, dass es einen Unterschied macht, sich als Mensch bewusst den Holifarben “auszusetzen”, was ich übrigens durchaus tun würde, oder sich als Hund ungefragt seinem Schicksal ergeben zu müssen. Ich hoffe, ihr könnt es mir nachsehen, das ich kein Holishooting anbiete.

Pascal

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Pascal schreibt und fotografiert für sein Leben gerne. Er ist das kreative Kind hinter diesem Blog und leiht Benji ab und an seine Stimme...

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