Pascal

Pascal

Autor | Fotograf | Spaßvogel

- Hundefotografie Workshop -

Wie bereits im letzten Artikel erwähnt, habe ich letztes Jahr einen Workshop zum Thema Hundefotografie bei Regine Heuser besucht. Wer sie nicht kennt – ich kannte sie vorher auch nicht. Zumindest noch nicht lange. Regine Heuser zählt zu den bekanntesten Hundefotografinnen Deutschlands. Das ist aber nicht der Grund für den Workshop bei ihr – Der Workshop wurde schlicht in Köln abgehalten. Praktisch, oder?

Wie kam es dazu?

Nachdem ich zunehmend Gefallen an der Hundefotografie gefunden habe, wollte ich mich nun eingehender mit der Materie beschäftigen. Also habe ich mir verschiedene Webseiten zum Thema angeschaut, nur um nachher doch nicht allzu viel schlauer zu sein, als vorher. Natürlich war ich schlauer, doch hat dieser Misch-Masch (und das ist gar nicht abwertend gemeint) aus den verschiedenen Quellen irgendwie den roten Faden vermissen lassen. Eigentlich logisch, oder? Ich war also auf der Suche nach einer Quelle, bei der ich möglichst viel aus einer Hand lernen konnte. Da ich kurz zuvor über Udemy gestolpert bin, habe ich mich dort umgeschaut und auch relativ schnell einen passenden Kurs zum Thema Hundefotografie gefunden. Videos schauen ist ja auch einfacher als Texte zu lesen, nicht wahr? (Vielleicht sollte ich einen Video Blog – oder Vlog zu Neudeutsch – erstellen, statt hier herum zu schreiben)

Nun hat sich der Kurs allerdings gefühlt nur sehr rudimentär mit der Hundefotografie an sich, dafür aber umso mehr mit der Nachbearbeitung beschäftigt. Wie gesagt: gefühlt. Das mag sicher an meiner ausgeprägten Abneigung gegen umfangreiche Nachbearbeitung liegen. (Ich habe nichts gegen nachbearbeitete Bilder – Fotos müssen schließlich entwickelt werden und in der Regel macht ein wenig Retusche aus einem »Okay« Bild auch erst ein »Waoh« Bild – aber dazu in einem künftigen Blogartikel mehr)

Alles in allem war der Kurs also durchaus interessant und auch hilfreich, aber noch immer nicht das, was ich gesucht habe. So langsam dämmerte mir, dass ich doch nicht drum herum kommen würde, mir das nötige Wissen zum Thema Hundefotografie anlesen zu müssen. Und wie es der Zufall so will, ist nur wenige Wochen zuvor das neue Buch Hunde-Shooting – Fotografieren mit „Wau-Effekt“: Das Buch voller Profitipps für perfekte Fotos Ihres Hundes von Regine Heuser erschienen. Nicht ihr erstes Buch zum Thema, aber das aktuellste.

Entdeckt. Gekauft. Verschlungen.  – Endlich hatte ich einen Ratgeber gefunden, der es mir leicht machen sollte, das ganze Thema von Anfang bis Ende zu beackern. Klingt toll, oder? War es auch – doch fehlte nach der ganzen Theorie noch ein wenig Praxiserfahrung. Wie praktisch das Regine Heuser gleich mehrere Workshops zum Thema anbietet. Ich habe mich kurzerhand für den Workshop »Wasseraction« entschieden, mich angemeldet und auf schönes Wetter gehofft. Und so kam es dann auch – dem Sommer sei Dank! 

Der Workshop

Die Workshops finden in der Regel mit ca. 5 Teilnehmern statt. Wir haben uns also an einem wunderschönen Samstag früh morgens an einem Kölner See getroffen und sind gemeinsam zum Strand marschiert. Gut, Strand klingt jetzt toller, als es war, aber für Kölner Verhältnisse war es schon ganz nett… Neben den Hunden hatte Regine (Ich verzichte der Einfachheit halber fortan auf den Nachnamen – Wenn ich mich nicht irre, habe ich ihn inzwischen mehr als ausreichend erwähnt) eine Hundebetreuerin, deren Namen ich leider vergessen habe, und ihre *Haus und Hof* Hundetrainerin im Gepäck. Während Regine Heuser uns also durch den Workshop geführt hat, hat die Hundetrainerin, ich nenne sie einfach mal Silvia – schließlich heißt sie ja auch so –  sich nass gemacht… Nein Moment, das klingt komisch. Also noch einmal: Die gute Silvia hat sich einen wasserdichten Neoprenanzug angelegt, um die Workshop-Models, also die Hunde, während des Workshops im See begleiten zu können.

Für alle, die sich darunter jetzt noch nichts vorstellen können: Wir haben während des Workshops verschiedene Situationen durchgespielt. Mal wurden die Hunde – immer bloß einer übrigens – vom Strand zu Silvia ins Wasser geschickt. Mal wurden sie von ihr an die richtigen Stellen im See dirigiert, von denen aus sie dann, mal grade, mal eher schräg, auf uns zu gelaufen sind.

Wir lagen währenddessen recht gemütlich an besagtem Strand… und haben versucht, unter Regines Anleitung die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass das mit der Gemütlichkeit gar nicht so einfach ist, wenn ihr neben anderen Teilnehmern auf dem Bauch liegend, durch eure Kamera schauend plötzlich mit Erschrecken feststellt, das euer Workshopmodel mit Vollgas gradewegs auf euch zuhält. Okay, das klang jetzt dramatischer, als es war. Aber gewöhnungsbedürftig war es schon. Zumindest die ersten ein, zwei Durchgänge lang. Nein, wirklich, man gewöhnt sich schnell daran. Muss man auch, um das Model bei voller Fahrt möglichst lange im Fokus zu halten.

Danach (oder war es davor?) haben wir einige Durchgänge so gestaltet, dass ein Dummy kurz vor uns platziert wurde – und mit kurz meine ich etwa 2 bis 3 Meter – und die Models sich voller Freude auf jenes Dummy gestürzt haben, was ebenfalls durchaus ansehnliche Bilder hervor bringt. 

Zum Abschluss haben wir dann noch ein paar Portraits unserer Models aufgenommen. Nach der ganzen Action brauchten wir aber auch erstmal etwas Ruhe…

Schlusswort

Leider – und das ist wirklich schade – hat sich beim Workshop bestätigt, was ich bereits vermutet habe. Mein bereits etwas in die Jahre gekommenes Teleobjektiv hatte gleich einen doppelten Schaden am Autofokussystem, wodurch leider nur die falsch fokussierten Fotos tatsächlich scharf geworden sind. Muss man auch erstmal können, oder?

Die ultimative Bestätigung dafür, dass es mehr technisches als menschliches Versagen war (und das mit mir und der Hundefotografie doch noch eine Chance hat), brachte dann der Kostenvoranschlag vom Canon Reparaturzentrum. So musste nicht bloß das Autofokussystem justiert werden, sondern auch das Linsensystem. Somit stand ich also vor der Wahl, entweder die günstigere Reparatur in Auftrag zu geben oder mir ein neues Telezoom-Objektiv zuzulegen. Natürlich habe ich mich für die günstigere Reparatur entschieden, nach der die Ergebnisse deutlich besser geworden sind.

Problem erkannt, Problem gebannt. Erstmal. Aber dazu später mehr 🙂

Pascal

Pascal

Pascal schreibt und fotografiert für sein Leben gerne. Er ist das kreative Kind hinter diesem Blog und leiht Benji ab und an seine Stimme...

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